
Ja, meine Ferien wälz ich im Laufe der nächsten zwei Wochen hier noch weiter aus, aber heute haben zwei junge Herren sich den Depp des Tages verdient und diese Leistung muss natürlich gewürdigt werden.
Also heute bin ich nach einem etwas stressigen Einkaufsbummel, dazu hier mal kein weiteres Wort, nach Köln, mich mit einer guten Freundin treffen. Nach einigem Chaos, was aber ja nichts verwunderliches am Kölner HBF ist, hatte man sich gefunden und ab gings zu den Wiesen am Rhein.
Kurz die Lage gecheckt, einen Schattenplatz ergattert, ins Gras gesetzt und losgeredet über Gott und die Welt. 15 Minuten sind gerade vergangen, da beginnt ein ehrwürdiges Schauspiel. "Pfffeee, pffeeee, pfffeee!!!! Hühüüüühüüüühüüühüüüü!!!"
Ich dreh mich um und sehe zwei abgehalfterte Aussteigertypen mit Bier in der Hand. Sicher irgend ne Verwechslung. Dreh mich wieder rum, da gehts weiter. "Pfffeee, pfeee, pfeeee!!! Hüüühüüühüüü!", und ich sehe, wie die beiden Typen die ganze Zeit da rumpfeifen und schmatzen, als hätten sie nen Sprung in ner Schüssel. Dabei gucken sie auch noch die ganze Zeit in den Baum.
Intermezzo, was gerade in meinem Kopf abgeht: WHAT THE FUCK?!?PSYCHATRIE-ENTFLOHENE, NEUE GLAUBENSGEMEINSCHAFT?
Plötzlich seh ich was im Baum hüpfen; eine Elster und langsam begreif ichs. Die beiden wollen ihren entflohenen Vogel einfangen. Leider will die Elster aber nicht; wie sie wollen und so beginnt eine Slapstickeinlage sondersgleichen. Die beiden reden mit "Stubitzki", locken ihn mit einem glänzenden Messer, rupfen an erreichbaren Ästen, machen weiter ihr Geräuschstheater und werden später sogar mit Flaschen nach ihr. Leider beeindruckt das Stubitzki wenig, umso mehr dafür aber uns unterm Baum Sitzende, denn die Flaschen fliegen(sei es wegen den Bierchen vorher) mehr in unsere Richtung als die der Elster. Das geht eineinhalb Stunden lang so. Und wir wollen natürlich unsern Schattenplatz auf der überfüllten Rheinpromenade nicht abgeben auch wenn das mit Lebensgefahr verbunden ist. Immer mehr Leute schauen hin, immer verzweifelter werden die Versuche, zwischendurch wird auch ein Hemd hochgeworfen, das natürlich prompt im Baum hängen bleibt.
Irgendwann erbarmt sich die Elster schleißlich, setzt sich einfach auf den Boden und lässt sich fangen. Sie scheint zumindestens Spass gehabt zu haben. Wir dagegen waren leicht entnervt und hatten nach dem Theater gerade noch ne halbe Stunde, in der wir uns nicht ständig ducken mussten. Aber immerhin was fürs Blog.
Danke Stubinski!!!

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